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FWSE JK Garten 19 123Wer das Schulgelände vom Parkplatz kommend ganz durchquert entdeckt zur Linken den Schulgarten. Jedes Jahr arbeiten die Schüler*innen aus den Mittelstufenklassen dort und helfen mit, dass aus dem ehemaligen Ackerland immer mehr ein fruchtbares, vielfältiges, spannendes und schön gestaltetes Fleckchen Erde wird – eben ein Garten.

Waldorfs Eversw JK Gartenbau 0044Im Vordergrund steht der Pflanzenanbau auf Beeten. Die Schüler*innen arbeiten an den verschiedenen Gruppenbeeten und erlernen dort den Anbau und die Pflege verschiedener Pflanzen und entsprechend den richtigen Umgang mit dem passenden Werkzeug. Bereits in der siebten Klasse bestellen die Kinder ein eigenes Beet. Im ausgehenden Winter werden bestimmte Grundlagen und Voraussetzungen dafür besprochen, bevor dann – meist im Februar/März – die praktische Arbeit beginnt. Zu Beginn steht das Ausmessen der einzelnen Beete an, dann die Bodenbearbeitung und Saatvorbereitung. Im Sommer gibt es viel Blumenschmuck für die Klassen. Nach den Sommerferien an kann jeder sehr eindringlich erleben, was aus einem Gartenbeet wird, das nicht regelmäßig gepflegt wird. Im Herbst ernten die Schüler*innen – dann bereits in der achten Klasse – die Herbstfrüchte ihres Beetes, bevor es schließlich gesäubert und mit Gründüngung oder Mulch bedeckt auf den Winter wartet. Neben der Beetarbeit warten viele andere Arbeitsfelder auf die Schüler: der Teich, die Obstwiese, all die Bäume und Sträucher auf dem Schulgelände, manches Blumenbeet, aber auch manche ökologische Nische – alles will gepflegt werden, damit es sich gut und schön entwickeln kann.

FWSE-JKMF-ToT-17 2-617Im Schulgarten arbeiten die Kinder der Mittelstufe, also der Klassen sechs bis acht. Angelegt werden Gruppenbeete, auf denen die Sechst-Klässler*innen Pflanzen wie Zwiebeln, Möhren oder Kartoffeln anbauen, die in der schuleigene Mensa zu leckerem Essen zubereitet werden. Die Siebt-Klässler haben jede*r ein eigenes Beet, welches sie eigenverantwortlich bestellen und pflegen, aber auch ernten. Manche Mutter hat sich schon über einen aus dem Schulgarten mitgebrachten Salatkopf gefreut!

Gerade bei der Landwirtschaft zeigt es sich, dass aus dem Geiste heraus Kräfte geholt werden müssen, die heute ganz unbekannt sind, und die nicht nur die Bedeutung haben, dass etwa die Landwirtschaft ein bisschen verbessert wird, sondern die die Bedeutung haben, dass überhaupt das Leben der Menschen – der Mensch muss ja von dem leben, was die Erde trägt –, eben weitergehen könne auf Erden auch im physischen Sinne.»

Rudolf Steiner „Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft“, 1924

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