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FWSE-JK-KA-240Der Künstlerische Abschluss ist Teil des Waldorfabschlusses, an dem alle Schüler*innen in der elften Klasse teilnehmen.

FWSE-JK-KA-14-011FWSE-JK-KA-14-023FWSE-JK-KA-14-039FWSE-JK-KA-14-026FWSE-JK-KA-14-051Der Abschluss besteht aus einem abendfüllenden Bühnenprogramm. Die vom ersten Schuljahr an entwickelten Fähigkeiten werden mit einem gelungenen Abschluss abgerundet und präsentiert.
FWSE-JK-KA-14-099Die Konzentration auf den Abschluss bietet manchen Schülern zum ersten Mal eine vertiefende Auseinandersetzung mit den Künsten. Sie zeigen bei der Ausgestaltung von eurythmischen Bewegungen, dass es ihnen gelingt, eigene Raumformen zu gestalten und plastische Sprachprozesse in eurythmisch-musikalischen Prozessen körperlich und bewegungsmäßig zu ergreifen.
In der Musik spielen sowohl gesangliche und instrumentale Beiträge einzelner Schüler*innen oder von Gruppen eine hervorgehobene Rolle. Vieles kann jetzt selbständig ergriffen und nach eigenen Ideen ausgearbeitet, eigene Kompetenz kann nun erarbeitet und gezeigt werden.FWSE-JK-KA-14-059

Portfoliozertifikate verdeutlichen den persönlichen Entwicklungsweg

An unserer Schule werden fünf verschiedene Praktika angeboten.Die dabei erworbenen Erfahrungen der Schüler*innen sind entscheidende Erlebnisse, die eng zusammenhängen mit der Reifung und Bildung der eigenen Persönlichkeit. Diesen Entwicklungsschritten, über die man im Alltag schnell hinwegsieht, geben wir eine besondere Beachtung durch die Erstellung eines Portfoliozertifikates zum Landwirtschafts-, Betriebs- und Sozialpraktikum in den Klassen 9, 10 und 11.
Bereits seit dem Schuljahr 2008/09 haben alle Schüler*innen nach Abschluss des Praktikums die Möglichkeit ein solches Zertifikat zu erstellen. Dieses besteht aus dem "Anforderungsprofil", welches von der Schule formuliert ist und in dem kurz beschrieben wird, welche Lernziele mit dem Praktikum verfolgt werden. Darauf folgt eine kurze individuelle "Arbeitsbeschreibung" der Schüler*innen und die Formulierung der "Selbstreflexion". Diese beinhaltet die kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Lernweg und unterstützt die Schüler*innen dadurch, ihre Stärken zu erkennen, richtig einzuschätzen und zukünftig gezielter einzusetzen. Unter den Fragestellungen, welche Erfahrungen als gelungen und angenehm, welche als herausfordernd erlebt wurden, begründen die Jugendlichen ihre neu gewonnenen Einschätzungen. Abschließend wird das Bild abgerundet, in dem der Praktikumsbetreuer, eine "Evaluation" zu den Lernschritten gibt. (hier der Link zu den Portfolios ?)
Mit diesem Zertifikat erarbeiten sich die Schüler*innen auch gleichzeitig ein Dokument der direkten Leistungsvorlage für Dritte, welches sich gut eignet ist, um innerhalb einer Bewerbung seine Persönlichkeit deutlicher darzustellen.
Schüler*innen, die aufgrund eines besonderen Förderbedarfs, ihre Erfahrungen nicht verschriftlichen können, erarbeiten zusammen mit einer begleitenden Person ihr Zertifikat.
In den vergangenen Jahren wurden darüber hinaus ab der Klasse 7 von Schüler*innen freiwillig Zertifikate zu besonderen Unterrichtsthemen und Projekten wie Balladen, Weben und den „Rasenden Schulreportern“ erstellt.
Zur Zeit wird daran gearbeitet den Schüler*innen ab der Klassenstufe 9 auch in kognitiven Fächern, wie den Sprachen und den Naturwissenschaften, die Erstellung eines Portfoliozertifikates zu ermöglichen.

Hier sind drei beispielhafte Portfolios abgebildet. Zum Vergrößern klicken oder tippen Sie bitte auf die jeweilige Abbildung.

FWSE BeispielPortfolio 01


FWSE BeispielPortfolio 02


FWSE BeispielPortfolio 03

Naturwissenschaftlicher Unterricht  beginnt auf Waldorfschulen nicht in der Mittel- oder gar erst in der Oberstufe sondern schon in der ersten Klasse, weil schon vom ersten  Unterrichtstag an eine vielfältige Verbindung mit dem gesucht wird, was später wissenschaftlich durchdrungen und erforscht werden soll: Nämlich der Natur selber. Gemeint ist hier auch nicht nur die äußerliche Natur, die uns Menschen umgibt, sondern natürlich auch die Natur des Menschen selber.
Ein ganzheitlicher Ansatz also, bei dem wir letztlich auch uns selbst als teilnehmendes, mitwirkendes und Verantwortung tragendes Wesen begreifen können.

Einer der wichtigsten Grundsätze der Waldorfpädagogik ist es, den Unterricht so aufzubauen, dass er altersstufengerecht ist. Das heißt, aus der Sicht von Waldorfpädagogen macht es wenig Sinn, Kinder schon in der Unterstufe oder gar schon im Kindergartenalter naturwissenschaftliche Experimente ausführen zu lassen. Auf Waldorfschulen beginnt der wissenschaftliche Teil dagegen erst in der oberen Mittel- und Oberstufe.
Vorangegangen sind, und das ist das Entscheidende, ganz andere Auseinandersetzungen und Verbindungen mit der Natur um uns und in uns. Die Kinder erleben in einem breiten Spektrum an künstlerischen, spielerischen, handwerklichen und mentalen Betätigungen und Fächern sich selbst und ihre Umwelt mit ihren Sinnen und entwickeln daran Seelen- und Erkenntniskräfte, die ihnen bei der späteren Durchdringung schwieriger naturwissenschaftlicher Inhalte helfen können.  
Naturwissenschaft

Im naturwissenschaftlichen Unterricht der Mittel- und Oberstufe gilt es daran anzuknüpfen und dem Bedürfnis der Kinder nach Erlebnissen und aussagekräftigen Bildern entgegen zu kommen, bei denen sie sich selbst und den ihnen zugänglichen Erfahrungsbereich Schritt für Schritt mit dem verbinden können, was Generationen von weisen Menschen vor ihnen an Wissen und klugen Erkenntnissen aufgehäuft haben.
Wie heilsam ist es, wenn man in der Menschenkundeepoche der achten und neunten Klasse die pubertären Wachstumsvorgänge (das Schließen der Wachstumsfuge) am eigenen Körper nachvollziehen und erleben kann; oder im Chemieunterricht entdeckt, dass die Kalkgebirge und die Knochen und Zähne in unserem Körper aus den gleichen Substanzen und auf ähnliche Weise entstanden sind.
Wissen ist nur dann und für den etwas wert, der es sich zu eigen machen kann und es damit zu lebendigem Wissen macht. Wissen, dass zum Beispiel im möglichst frühzeitigen Erlernen der chemischen Formelsprache und im Umgang mit Reaktionsgleichungen besteht (wird in der Waldorfschule erst ab der zehnten Klasse eingeführt), kann erst von älteren jungen Menschen verstanden werden und selbst bei diesen nur mit viel Mühe.

Jeden Morgen werden die Kinder von ihrer*m Klassenlehrer*in in ihrem eigenen, vertrauten Klassenraum mit Handgeben begrüßt. Wenn sich um kurz vor 8 Uhr die Klassentür hinter ihnen schließt, tauchen sie gemeinsam in eine reiche Welt des Lernens ein, die ihr Bedürfnis nach lebendiger Bewegung ebenso aufgreift wie ihre manchmal noch träumende Anteilnahme an den Bildern und täglichen Erzählungen ihres Klassenlehrers.
Sprache, Musik, Rhythmus und Bewegung werden in einem rhythmisch gegliederten Wechsel geübt. Die bei den jüngeren Kindern oft noch reichen Nachahmungskräfte helfen ihnen, Gedichte, Lieder, aber auch das Einmaleins aktiv aufzunehmen. Durch ihr fortlaufendes künstlerisches Üben erwerben die Kinder einen reichen Erfahrungsschatz im differenzierten Wahrnehmen und schöpferischen Gestalten – zwei Grundkräften eines Lernens, das neben den kognitiven Kräften der Kinder auch ihr Gefühls- und Willensleben anregen will. Das gemeinsame Üben hilft den Kindern auch, sich als Gemeinschaft zu erleben und fördert ihre Fähigkeit, mit Konflikten umzugehen. Angesichts des zunehmenden Bewegungsmangels, dem viele Kinder heute schon in der Vorschulzeit ausgesetzt sind, gewinnt dieser rhythmische Teil des Unterrichtes eine zunehmende Bedeutung als Mittel, die daraus resultierenden Entwicklungsrückstände aufzuholen.
Der Schulvormittag beginnt immer mit dem so genannten Hauptunterricht, der von den Klassenlehrer*innen während der ersten Doppelstunde erteilt wird. Gelernt wird in Epochen, während derer ein Fach (Formenzeichnen, Rechnen, Schreiben, in der 3. Klasse auch verschiedene Handwerke, der Hausbau und die Landwirtschaft sowie eine erste Heimat- und Tierkunde in der 4. Klasse) über mehrere Wochen den täglichen Schwerpunkt der Arbeit bildet. Den gelernten Stoff fassen die Kinder in individuell gestalteten Lehrbüchern – ihren Epochenheften – zusammen. Im Fachunterricht wechseln sich praktisches Tun (Handarbeit, Spielturnen, Sinnesschulung) und künstlerische Bewegung in der Eurythmie, im Malen, Singen und Musizieren sowie von der ersten Klasse an das Üben der Fremdsprachen ab.

Mit jedem neuen Schuljahr erweitert sich der Horizont der im Unterricht behandelten Stoffgebiete, bis am Ende der achten Klasse die ganze Welt in das Blickfeld der jungen Menschen gerückt ist. Der Prozess, durch den eine neue Erkenntnis gewonnen wird, ist auch für das lernen-Lernen in der Mittelstufe genauso wichtig wie das erinnerbare Ergebnis, welches dabei errungen wird.

Eigenes Handeln, die künstlerische Auseinandersetzung mit der Materie und mit zunehmendem Alter auch die selbstständige Begriffsbildung durchziehen alle Unterrichtsgebiete. Werken und Gartenbauunterricht treten zur Handarbeit hinzu.
Von der in der vierten Klasse einsetzenden Heimatkunde geht es in der fünften Klasse weiter zur Geographie Deutschlands, dann Europas und in der achten Klasse schließlich zu einer ersten Gesamtschau der völkerkundlichen und geographischen Differenzierung der ganzen Erde. Die Naturwissenschaften entwickeln sich von der ersten Menschen- und Tierkunde in der vierten Klasse über die Pflanzen- und Gesteinskunde bis zur Ernährungslehre und Astronomie im siebten und zur Anatomie und Sexualkunde im achten Schuljahr. Im sechsten Schuljahr beginnt die Physik, im siebten die Chemie. In beiden Fächern bilden die genaue Beobachtung und die nüchterne, getreue Wiedergabe der Phänomene den Ausgangspunkt für eine neue Qualität des Denkens: das selbstständige Erkennen von Kausalitäten.

Im fünften Schuljahr findet der Übergang von der Mythologie, die im Erzählstoff der Unterstufe eine wichtige Rolle spielt, zum eigentlichen Geschichtsunterricht statt. Bis zur achten Klasse wird in exemplarischen Erzählungen ein Bogen von der Urgeschichte bis in die Gegenwart gespannt. Oft werden geschichtliche Zusammenhänge durch das Erzählen von Biographien erlebbar gemacht.
Die Mittelstufenzeit kulminiert im achten Schuljahr in drei besonderen Ereignissen: Die Klasse erarbeitet ein großes Theaterstück, jede Schülerin und jeder Schüler liefert eine individuelle Jahresarbeit ab und stellt sie vor großem Publikum dar, und schließlich unternimmt die Klasse eine große Klassenfahrt, die oft zugleich den Abschluss ihrer Klassenlehrerzeit markiert.

Nach der behüteten Unter- und Mittelstufenzeit übernehmen die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe in immer stärkerem Maße die Verantwortung für ihr Lernen. Das Ausbilden praktischer, theoretischer, sozialer und schließlich individueller Urteilskompetenzen durchzieht die Arbeit an den anspruchsvollen und nunmehr von wechselnden Fachlehrer*innen erteilten Epochen.
In zunehmendem Maße werden die Schüler*innen angehalten, ihre Lernfortschritte selbstständig zu reflektieren. Die Auseinandersetzung mit den Natur- und Geisteswissenschaften rückt in den Vordergrund. Nun gilt es, die Bewegungsfreude der jüngeren Klassen in eine individuell geführte seelisch-geistige Beweglichkeit zu verwandeln und dadurch auf den verschiedensten Lebensfeldern urteilsfähig zu werden.

Um den jungen Menschen vielfältige Zugänge zur Auseinandersetzung mit der Welt zu eröffnen, finden jährliche außerschulische Praktika statt, die von der Land- und Forstwirtschaft über die industrielle Produktion bis zu sozialen Aufgabenbereichen führen. Die weiterhin geübten handwerklichen und künstlerischen Disziplinen - Tischlern, Schmieden, Schneidern, Malen, Plastizieren, Musizieren und die Eurythmie - sorgen dafür, dass die Schülerinnen und Schüler nicht einseitig kognitiv lernen.
Zum Ende der 11. Klasse begegnen sich die Schüler*innen noch einmal intensiv beim künstlerischen Abschluss und bei einer großen Klassenfahrt.

„Eine gute Schulstunde ist ein Kunstwerk."
Rudolf Steiner

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Der Unterricht an einer Waldorfschule umfasst inhaltlich alle Unterrichtsgebiete, die auch an anderen Schulen gelehrt werden. Hinzu tritt aber ein vielseitiger künstlerischer Unterricht, der die ganze Weite der im Kind veranlagten seelischen und geistigen Begabungen anspricht und fördert. Im Vordergrund des Waldorfschul-Unterrichts steht damit die ganzheitliche Entwicklungsförderung eines jeden Kindes.

UnterrichtDas breite Spektrum an künstlerischen und handwerklichen Fächern umfasst z.B. Kunst und Musik, Eurythmie, Gartenbau, Handarbeit, Werken, aber auch Theaterspielen, Chor und Orchester. Es unterstützt die Schülerinnen und Schüler sowohl bei der Entwicklung aller lebenspraktischen Fähigkeiten als auch – nicht zuletzt – bei der Willensbildung und der Stärkung des Durchhaltevermögens.

Besonders in den ersten Schuljahren, in denen die eigene Urteilskraft der Schüler*innen erst langsam heranreift, ist das "bildhafte" Unterrichten ein wesentliches Prinzip. Das heißt, die Inhalte werden so behandelt, dass die Kinder mit ihrer eigenen inneren Anschauungskraft beteiligt sind und daran das Wesen und die Gesetzmäßigkeit dieser Inhalte verstehen und erkennen lernen. Beim Schreibenlernen beispielsweise malt die Lehrerin oder der Lehrer zunächst Bilder an die Tafel, aus denen die Buchstabenformen herausgeholt bzw. herausgesehen werden können. „Die Erstklässler*innen malen sie nach, entdecken die Buchstabenformen und »verleiben« sie sich förmlich ein, indem sie sie zuerst auf dem Boden laufen, in die Luft malen, mit der Hand vorzeichnen, bevor sie mit dem dicken Stift aufs Papier kommen." So erscheinen dem Kind die Buchstaben nicht mehr als willkürlich gesetzte, abstrakte Zeichen, sondern sie haben eine verständliche, nachvollziehbare Entstehungsgeschichte bekommen.
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Alle Unterrichtsinhalte der Waldorfschule berücksichtigen die altersgemäßen Entwicklungsschritte des Kindes und werden entsprechend altersgemäß vermittelt. Knüpft der Unterricht z. B. in den ersten beiden Schuljahren noch an die im Kind veranlagten Nachahmungskräfte an, so geht die Vermittlung in der Mittelstufe langsam über in ein abstrahierendes und die Gesetzmäßigkeiten der Dinge erfassendes Denken. Die eigene Urteilsbildung zu fördern ist dann Unterrichtsziel in den Klassen der Oberstufe.
Waldorfpädagogischer Unterricht baut vor allem auf das Lernen im gegenseitigen Miteinander. In einer über viele Schuljahre hinweg stabilen Klassengemeinschaft von Schülerinnen und Schülern unterschiedlichster Begabung werden soziale Kompetenzen ganz lebensnah erworben. Dies entspricht den Anforderungen unserer Zukunft wesentlich eher als ein notenorientiertes Lernen von Kindern derselben Begabungsbandbreite. Die Schüler*innen durchlaufen alle Schuljahre ohne Sitzenbleiben. Ihre Lernfortschritte, ihr Sozialverhalten und ihre Persönlichkeitsentwicklung werden am Schuljahresende nicht bewertet oder gar benotet, sondern in einem ausführlichen Textzeugnis beschrieben.

FWSE-JK-ToT-16.2-135Im Unterricht wird, besonders in den ersten Schuljahren, weitgehend auf Schulbücher und andere vorgegebene Unterrichtsmaterialien verzichtet. Liebevoll selbstgestaltete Hefte treten an deren Stelle. Sie beinhalten das, was das Kind im Unterricht erfahren und erlebt hat. Auch die „neuen” Medien kommen bis in die Oberstufe hinein nur selten zum Einsatz - zugunsten möglichst umfassender eigener Erfahrungsmöglichkeiten und wirklicher Sinneswahrnehmungen. Ein Musikstück, von der Klasse auf der Flöte oder mit anderen Instrumenten gemeinsam erarbeitet und gespielt, hinterlässt tiefere Spuren als ein auf dem CD-Player gehörtes Meisterwerk.
Von der ersten bis zur achten Klasse, also in der Unter- und der Mittelstufe, werden die Schüler*innen von einer/m Klassenlehrer*in täglich begleitet. Diese durchgehende „Klassenlehrerzeit" ermöglicht ein sehr intensives Kennenlernen und eine tiefe Beobachtung und Förderung der kindlichen Entwicklungsprozesse. An jedem Morgen unterrichtet der oder die Klassenlehrer*in im sogenannten Hauptunterricht, der einem festgelegten Ablauf folgt und den Kindern so einen starken Halt bietet. Dieser Hauptunterricht wird epochenweise erteilt, das heißt, dass über einen Zeitraum von 3 bis 4 Wochen ausschließlich ein Unterrichtsgebiet (Rechnen, Schreiben, Zeichnen, Sachkunde etc.) ganz intensiv erarbeitet werden kann. Unterrichtsgebiete, die des ständigen Fortlaufs bedürfen (Kunst, Musik, Eurythmie, Religion, Handarbeit, Fremdsprachen, Landstunden etc.) werden in Fachstunden erteilt.

Ab der neunten Klasse werden die Schüler*innen ausschließlich von Fachlehrer*innen, aber morgens nach wie vor epochenweise, unterrichtet. Einer diese/r Fachlehrer*in übernimmt als Begleiter*in die pädagogische und soziale Betreuung der Klasse und regelt die allgemeinen Klassenaufgaben.
„In zunehmendem Maße werden die Schülerinnen und Schüler angehalten, ihre Lernfortschritte selbstständig zu reflektieren. Die Auseinandersetzung mit den Natur- und Geisteswissenschaften rückt in den Vordergrund. Nun gilt es, die Bewegungsfreude der jüngeren Klassen in eine individuell geführte seelisch-geistige Beweglichkeit zu verwandeln und dadurch auf den verschiedensten Lebensfeldern urteilsfähig zu werden. Um den jungen Menschen vielfältige Zugänge zur Auseinandersetzung mit der Welt zu eröffnen, finden jährliche außerschulische Praktika statt, die von der Land- und Forstwirtschaft über die industrielle Produktion bis zu sozialen Aufgabenbereichen führen. Die weiterhin geübten handwerklichen und künstlerischen Disziplinen - Tischlern, Schmieden, Schneidern, Malen, Plastizieren, Musizieren und die Eurythmie - sorgen dafür, dass die Schülerinnen und Schüler nicht einseitig kognitiv lernen."
„Kinder lernen in Bildern. Warum die Waldorfschulen einen so großen Wert auf das Anschauliche legen" R. Wermter in Erziehungskunst, April 2010

Ein wichtiger Baustein des Schulkonzeptes unserer Schule ist die direkte Begegnung der Kinder mit Pflanzen und Tieren – in der Natur, aber vor allem in der Kulturlandschaft mit den durch den Menschen domestizierten Nutzpflanzen und Haustieren. Dabei soll nicht kognitiv gelernt, sondern durch praktisches Tun „mit Kopf, Herz und Hand" der Umgang mit den Tieren und Pflanzen gefördert und erlebt werden.
 Wer das Schulgelände vom Parkplatz kommend durchquert, stößt unten zur Rechten auf den kleinen Schulbauernhof, zur Linken auf den Schulgarten. Der Schulbauernhof beheimatet eine kleine Schafherde, zwei Ponys, zwei Esel, Ziegen, Hühner, Hasen, Meerschweinchen und manches mehr. Dafür gibt es einen großen und mehrere kleine Ställe mit Außengehegen und Weiden, die einen Arbeitshof umfassen. Hierhin kommen die unteren Klassen regelmäßig wöchentlich zur sogenannten „Landstunde", um all die Tiere zu versorgen: da werden die Tiere geputzt und gestriegelt, gefüttert und gestreichelt. Die Ställe werden ausgemistet, die Schafe auf ihre Weide gebracht, das Paddock gesäubert und im Hühnerstall natürlich nach Eiern gesucht. „Nur was das Kind kennen- und lieben gelernt hat, wird es später auch schützen" ist dabei ein wichtiger Grundgedanke. Genauso bedeutsam ist aber auch der positive Einfluss, den die Tiere auf die sie betreuenden Kinder oft haben.

Von der 1. Klasse an lernen die Kinder neue Sprachen kennen: zunächst Englisch, von der 2. Klasse an auch Französisch. In den ersten Jahren stehen das Hören und Mitsprechen, das Singen von Liedern, die Rezitation von Reimen, Spiele und Tänze im Mittelpunkt der

Diese unmittelbare und oft spontane Herangehensweise eröffnet den Kindern einen Zugang zu der fremden Sprache, der dem Erlernen ihrer Muttersprache ähnlich ist. Grundlegende Sprachelemente werden durch die eigene, vielfach nachahmende Tätigkeit der Kinder angelegt.

Erst in der 4. Klasse beginnt allmählich die systematische Bewusstmachung des vorher Geübten. Viele bekannte Reime oder die Namen von Gegenständen des alltäglichen Gebrauches werden jetzt aufgeschrieben und lesend wiedererkannt. An Stelle abstrakter Übersetzungen wird Gehörtes und Gelesenes frei wiedergegeben. Auch kleine Dialoge werden geübt. In der 5. Klasse wird die Bekanntschaft mit dem geschriebenen Wort weiter vertieft, indem erste längere Lektüren gelesen werden. Auch hier geht es noch immer um das lebendige Sprachverstehen und nicht um abfragbares Wissen. Erst in der 6. Klasse treten "Warum-Fragen" und die aktive Arbeit am Wortschatz stärker in den Vordergrund.

In den 7. und 8. Klassen stellen die Schülerinnen und Schüler zunehmend eigene Fragen an die Lektüre, mittels derer sie sich die Bedeutung des Gelesenen neu erschließen. Die Landeskunde der Ursprungsländer der gelernten Sprachen bietet viele Anknüpfungspunkte für interessante Gespräche. Neben dem immer weiter gepflegten Liedgut und den Rezitationen werden auch kleinere oder größere Theaterstücke erübt.

In der Oberstufe werden die in der Unter- und Mittelstufe angelegten Sprachgrundlagen weiter ausgebaut und vertieft.

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Dem handwerklichen Tun begegnen die Kinder in unserer Schule schon früh, eingebettet in verschiedene Unterrichtsstunden oder im Freizeitangebot. Doch erst in der sechsten Klasse wird Werken ein eigenes Schulfach.

Werken3Zunächst fertigen die Schüler*innen einfache, praktische Gegenstände und Spielzeuge aus Holz. Dabei entwickeln sie ein Gefühl für die Vereinigung von Zweckmäßigkeit und Schönheit in der Gestaltung von Gebrauchsgegenständen, wie Löffeln und Schalen. Der Umgang mit Schnitzmesser und Beitel lässt kleine Figuren und Tiere entstehen, schult die Sinne und gibt der Phantasie reichlich Raum.  

Neue Geschicklichkeiten und Kenntnisse werden in der Oberstufe erworben. Beim Schmieden und Kupfertreiben kommen neue Materialien hinzu: Kupfer und Eisen. Stein wird nun behauen, Ausdauer neu geübt. Die imaginierte und frei zu entwickelnde Form beginnt einen steten Dialog mit der Härte der neuen Materialien. Oftmals wird nun der Unterricht in Epochen eingeteilt, so wechseln sich Ton-, Holz-, Kupfer- und Steinarbeiten nach bestimmten Wochen ab. Der Umgang mit den Materialien ist vertraut; nun wird künstlerische Arbeit zur zentralen Aufgabe.


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Kalender

Mo, 27.05.24 00:00
Projekttage

Di, 28.05.24 00:00
Projekttage

Di, 28.05.24 19:30
EA 3. Klasse

Di, 28.05.24 19:30
Mensakreis Treffen

Mi, 29.05.24 00:00
Projekttage

Mi, 29.05.24 19:00
Elternvertreter:innen Treffen

Fr, 31.05.24 00:00
Schulfrei

Mi, 05.06.24 19:00
EA 8. Klasse

Fr, 07.06.24 00:00
Schulfest

Mo, 10.06.24 19:30
Plenum

Di, 11.06.24 20:00
EA 9. Klasse

So, 16.06.24 00:00
Vitusfest

Mi, 19.06.24 19:30
EA 1. Klasse

Mi, 26.06.24 00:00
Künstlerischer Abschluss 11. Klasse

Do, 27.06.24 19:00
Elternvertreter:innen Treffen

Fr, 28.06.24 00:00
Verabschiedung 11. Klasse

Fr, 05.07.24 10:00
früher Schulschluss

Mo, 08.07.24 00:00
Sommerferien bis 20.8.