Bundesschülerratstagung2018
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Ist Macht menschlich?
Bericht von der Bundesschülerratstagung

Es ist eine Tagung, bei der sich die Schülervertretungen einzelner Waldorfschulen aus ganz Deutschland treffen, sich austauschen und in Workshops und Arbeitsgruppen zusammenarbeiten.

Generell einfach vier Tage lang miteinander auskommen, sich verstehen, vielleicht sogar neue Freunde finden und Nummern austauschen. Vom 10. bis zum 13. Mai fand so eine Tagung in der Waldorfschule Überlingen-Rengoldshausen am Bodensee statt. Das Thema war: „Ist Macht menschlich?"
Wir als gerade neu anfangende Schülervertretung an unserer Schule, dachten uns, man könnte doch mal hinfahren und von anderen SVs Inspirationen sammeln. Also traten Sebastian und ich in Begleitung von Ida und Jonathan die Reise an. Am 10. Mai um 9:02 Uhr fuhr unser Zug in Münster los. Wir fuhren insgesamt acht Stunden. Als wir schließlich an der Schule in Rengoldshausen ankamen, verließ uns Frau Hakenes, die uns die Fahrt über begleitet hatte. Nun registrierten wir uns und richteten uns in unserem Schlafsaal ein. Dann fand auch schon das erste Plenum statt. Wir sahen einen Film von der Tagung davor und eine Lichtshow, die die Beleuchtungsgruppe dort vorbereitet hatte. Der Waldorf-SV-Vorstand stellte sich vor, und im Anschluss hörten wir noch einen Vortrag, der uns auf Nachhaltigkeit, unseren ökologischen Fußabdruck und generell auf den Schutz unserer Erde hinwies. Mein Fazit: Wir haben die Macht darüber, was mit unserer Erde passiert. Dann war auch schon Zeit, schlafen zu gehen.
Am nächsten Tag fanden zum ersten Mal Arbeitsgruppen und Workshops statt. Ida und Jonathan gingen zusammen in den Workshop „Tagungsband", Sebastian ging zu „Alle Macht den Schülern – Workshop Schülervertretung" und ich zu Volkstanz mit moderner Musik.
In die Arbeitsgruppen gingen wir jeweils zu zweit. Ida und Sebastian gingen in „Schüler oder Lehrer – Wer hat die Macht?" und in „Macht an Waldorfschulen gibt es nicht – oder ?", Jonathan und ich in „Schenken ist Macht". In der Arbeitsgruppe haben wir uns in Kleingruppen aufgeteilt und über Fragen diskutiert, wie z. B.: „Schenken oder spenden – was ist der Unterschied?" oder „Wenn man jemanden beschenkt, erwartet man dann etwas zurück?" Beim zweiten Treffen unserer Gruppe legten wir alle etwas Geld in die Mitte, ohne zu wissen, was damit geschehen würde. Es waren am Ende 55,20 Euro. So haben wir festgestellt, dass, wenn alle ein bisschen geben, viel dabei herauskommt. Wir überlegten lange, was wir mit dem Geld machen sollten und entschieden schließlich, es zu spenden.
In der Arbeitsgruppe von Ida und Sebastian haben sie über das Machtverhältnis zwischen Lehrern und Schülern diskutiert. Es waren sehr lange Arbeitstage, die aber so reichlich bestückt waren, dass sie schnell vorbeigingen. In den Plenumsrunden, die jeden Tag einmal stattfanden, wurden organisatorische Fragen besprochen. Wir trafen uns dazu im Festsaal der Schule. Vor den Plenumsrunden oder Vorträgen wurde zusammen gesungen. Am Samstag, unserem dritten Tag in Überlingen, trugen einige Workshops vor, was sie erarbeitet hatten. Es war so ähnlich wie bei einer Monatsfeier. Zum Schluss bekamen wir alle noch ein T-Shirt geschenkt, auf dem stand: „You always got to be prepared, but you never know for what. (Bob Dylan)"
Für mich war es schon besonders, zu der Bundesschülerratstagung zu fahren und so viele andere Jugendliche von Waldorfschulen aus ganz Deutschland zu treffen. Obwohl wir uns alle nicht kannten, entstand ein ganz spezielles Feeling untereinander. Auch wenn es anstrengend und außerdem an meinem freien Wochenende war: Ich bin froh, dass mir die Schule diese Fahrt ermöglicht hat.

Amelie, 8. Klasse

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