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Abschlussportfolio der Waldorfschulen
Ausbau der Portfolioarbeit an unserer Schule mit Ziel Waldorfabschluss
Am 13. November fand um 20 Uhr in der Mensa unserer Schule ein Informationsabend der Bundesprojektgruppe Abschlussportfolio der Waldorfschulen (APF-Waldorf) statt. Frank de Vries, Projektleiter des Abschlussportfolioprojektes der Waldorfschulen in NRW, führte durch den Abend.

Kerngedanke der Abschlussportfolio-Arbeit ist es, dass unsere Kinder ihre persönlichen Lernerfahrungen durch Kompetenznachweise sogenannte Portfoliozertifikate während der gesamten Oberstufe (neunte bis zwölfte Klasse) umfangreich dokumentieren. Die Fragen »Wer bin ich? Was bin ich? Was kann ich?«, sind in diesem Zeitraum für die Persönlichkeitsentwicklung ausschlaggebend. Kompetenznachweise über berufliche Praktika, persönliche Erlebnisberichte über Projekt- und Jahresarbeiten bis hin zu außerschulischen Aktivitäten können diese Fragestellungen sichtbar machen. Handlungssituationen in den aufgeführten Bereichen, die die Schüler für sich als wichtig und relevant für ihren Lernweg ansehen, können in einem Portfoliozertifikat ausführlich festgehalten werden. Mit Hilfe dieser Zertifikate soll durch Selbstreflexion der eigene Bildungsweg erfahren werden. Die gewonnenen Kompetenzen im methodischen, persönlichen und sozialen Bereich sind präzise darzustellen, so die eigene Individualität erkannt und für andere sichtbar gemacht werden. Jeder Schüler wird von einem Lehrer bei der Erstellung seines Zertifikates begleitet und achtet auf formale Details wie Aufbau, Gestaltung sowie der inhaltlichen Schwerpunkte.

Wenn eine Waldorfschule in NRW das zwölfte Schuljahr anbietet und die Schüler Portfoliozertifikate zu den verschiedenen Praktika ab der neunten Klasse und weiteren festgelegten Bereichen wie etwa zu der individuellen Jahresarbeit und zu dem Schauspiel in der zwälften Klasse angefertigt haben, kann der sogenannte Waldorfabschluss vergeben werden.
An dem Abschluss-Portfolio-Projekt beteiligen sich, so de Vries, mehr als vierzig Waldorfschulen, unter anderem auch unsere Schule. Zwanzig Schulen vergaben bereits einen Waldorfabschluss. Die IHK und Handwerkskammer begrüßen diesen Abschluss und stufen die Portfoliozertifikate als optimale Lösung zur Darstellung des eigenen Kompetenzprofils ein. Die Verbände fordern diese bei Bewerbungen gerne an. In NRW laufen Pilotprojekte in denen die Übergangs- und Zulassungsmöglichkeiten in Beruf, für Fachhochschulen und Universitäten untersucht werden, womit ein Zusammenhang vergleichbarer staatlicher Abschlüsse stattfindet.

An dem Abend hat sich eine Elterngruppe gefunden, die sich mit dem Thema Abschlussportfolio und Waldorfabschluss eingehend befassen wird. Da an unserer Schule bereits seit Jahren Portfoliozertifikate auf freiwilliger Basis in den Klassen neun bis elf erstellt werden, sind die erforderlichen Grundlagen geschaffen und es geht nun um die Frage, ob die Portfolioarbeit an unserer Schule ausgebaut werden soll, mit dem Ziel zukünftig einen Waldorfabschluss vergeben zu können. Auch wenn (noch) keine zwölfte Klasse möglich ist, ist diese neue Form der Leistungsbeurteilung für unsere Kinder eine sinnvolle Zielsetzung. Resultiert daraus ein eigenständiger anerkannter Waldorfabschluss, sollte uns das genügend Antrieb geben, aktiv an dem Projekt Abschlussportfolio der Waldorfschulen teilzunehmen.
Weitere Informationen hier:

APF-Waldorf
Koordinationsgruppe Abschlussportfolio
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www.apf-waldorf.de

 

Ch. Faust-Henrich

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